23 Nov 2009 15:33
Re: Initialen
Dennis Heidsiek <HeidsiekB <at> aol.com>
2009-11-23 14:33:13 GMT
2009-11-23 14:33:13 GMT
Hallo allerſeits,
Dennis Heidsiek ſchrieb :
Arno Trautmann ſchrieb am 23.11.2009 14:58 Uhr:
> Dank Paul Isambert hier in funktionierendem nicht-Pseudocode:
>> \def\neweverypar{\everypar={\everypar={\neweverypar\lettrine}}}
>> \everypar={\neweverypar\lettrine}
Moment einmal, was iſt das denn … in der Schule hätte mir der Lehrer ſo
etwas als Wiederholungsfehler angeſtrichen …
> Problem ist, dass \lettrine intern einen Absatz macht. Der ruft natürlich \lettrine auf, was wieder
einen Absatz macht, was … So kommt die Schleife zustande. (Erklärt noch nicht die fehlende Zahl, aber
die überschrittene TeX-Kapazität.)
>
Ah, ſchöner Fehler, daran hat’s alſo gelegen, und das erklärt auch
> Pauls Lösung […]: \everypar wird ständig alternierend von sich selbst umdefiniert. Man umgeht die
Endlosschleife also mit einer rekursiven Definition.
>
¡Ha ha ha!, ich vermute mal, daſs man mein Lachen gerade bis in den
Süden der Republik hören kann … das iſt ja mal eine echt kreative
Löſung. Herrlich
.
> Wie auch immer, es klappt nun und mein Tag ist gerettet ;)
>
<at> Paul: He made my day, ich habe ſchon lange nicht mehr ſo herzlich
gelacht
.
>> Vielleicht hilft Dir ja ſchon ein \protect weiter …
>
> Nein, das war eine der ersten Versuche ;)
>
Manchmal funktioniert der Trick ja
.
> Deine Mails sind meist die längsten, die ich lese … (Abgesehen von den Romanen der L3-Liste …)
>
Ich faſſe das jetzt einfach mal als Kompliment auf.
> Aber ein \usepackage[christmas]{frunge-initials} wäre schon sehr fein :)
>
Genau wie easter, birthday, …
> Das ist natürlich sehr hübsch und zeugt davon, dass du ein wenig unterarbeitet bist ;)
>
Ich habe das Beiſpiel einfach aus meinem »intereſſanter TeX-Krams, den
ich eigentlich mal abarbeiten müſſte«-Ordner gefiſcht … ich bin halt der
Sammler-Typ.
> Aber für einen ernsthaft lesbaren Text ist das natürlich zu viel und zu bunt.
Die Geiſter, die Du riefſt …
> Außerdem wäre der Ansatz, das über Bilder zu machen, eine kleine Kapitulation.
Stimmt, wobei Schriftglyphen ja auch kleine (vektoriſierte) Bilder ſind,
von daher würde ich gerade bei hochgradig künſtleriſchen Intitialen (ſo
wie ſie im Mittelalter üblich waren) von einem fließenden Übergang ſprechen.
> Würde man es auf Schriftebene machen, würden die Initialen sehr fein ins Schriftbild passen können
und wären systemweit immer verfügbar.
>
Klar, ›normale‹, d. h. nicht zu ſehr übertriebene Initalen ſind
eigentlich viel wichtiger.
> Ehrlich gesagt habe ich gar keine Zwecke. […], aber …
>
> Wenn ich Zeit finde, werde ich mal versuchen, ein paar der Initialen nachzuzeichnen, in 2 Schriften zu
packen und verschiedenfarbig einzubinden.
>
Prima, ich freue mich ſchon darauf! Ich habe den Eindruck, daſs Du etwas
unterarbeitet biſt … ¿wie war das nochmal mit dem Splitter im Augen des
Anderen?
> Hier vielleicht eine Frage: Auf welcher Ebene wird überhaupt Farbe eingefügt? Also welches Element
gibt da was vor? Gibt die Schrift nur vor „diese Fläche hier mit irgendwas füllen“ und XeTeX füllt
es dann mit rot?
>
Ja, ganz genau ſo iſt es: ttf und otf ſind beides
Outline-Schriftformate, d. h. es werden nur die Konturen in der
Schriftdatei abgeſpeichert. Wie das dann tatſächlich gefüllt wird (ob
mit Schwarz, Farbe, Verlauf oder gar’ einem Bild) bleibt einzig und
allein dem Programm überlaſſen, dass die Schriften benutzt. In Inkſcape
kannſt Du bſpw. auch die Füllung komplett weglaſſen und Dir nur die
Kontour, alſo praktiſch den ›Rand‹ der Buchſtaben zeichen laſſen.
> Den ich auch gehen werde ;)
Viel Erfolg dabei
Viele Grüſʒe,
Dennis
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