Kaun, Matthias | 22 Jan 14:49

Re: Unerwartete Nutzung der eJournal Nationallizenzen der DFGaus 2006

Lieber Herr Ahrens,
haben Sie vielen Dank fuer die Ergebnisse Ihrer Untersuchung. Fuer uns aus der Ostasienabteilung der
Staatsbibliothek zu Berlin mit ihrem SSG Ost- und Suedostasien, die diese Datenbank bereits vor den
Nationallizenzen fuer ostasienwissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland anbietet, ist das
Ergebnis mit dem durchaus "erfreulichen Abschneidens" der CAJ nachzuvollziehen.

> * Die konkrete Nachfrage nach den NatLis (via OpenURL requests) sorgte in
> Düsseldorf für etwa 18 % zusätzliche elektronische Literatur-Verfügbarkeit.
> 
> * Besonders erwähnenswert unter den NatLis scheint das "Abschneiden" der
> Archive "China Academic Journals" (CAJ), die nach Elsevier und ACS (etwa
> gleichauf mit SPRINGER und WILEY) an Platz drei der absoluten Zahl der
> OpenURL-Link-requests der ULB Düsseldorf lagen. Insgesamt entfiel etwa 1/6
> aller NatLi OpenURL-requests auf die CAJ.

Wir koennen fuer den geisteswissenschaftlichen Bereich eine sehr hohe Nutzung in den vergangenen Jahren
feststellen. Zwischen Mai 2005 und Dezember 2005 gab es auf unserem Berlin Server 95.000 Suchanfragen
und mehr als 38.000 Texte wurden herunter geladen (nur geistes- und sozialwissenschaftlicher
Bereich). 
Im Bereich der "klassischen" Fernleihe" erhalten wir seit einigen Jahren verstaerkt Anfragen besonders
zu den Fachgebieten Medizin, Chemie und Geologie.  Fuer den geistes- und sozialwissenschaftlichen
Bereich laesst sich seit 2006 eine Auswirkung auf den Fernleihverkehr spueren.

Ich werde die Fragen so nicht im Detail beantworten koennen, es scheint aber doch feststellbar zu sein,
dass chin. Publikationen auch ueber die Geiste- und Sozialwissenschaften hinaus in der
Forschungsliteratur zitiert werden und hier vor Ort nutzbar sein muessen. Die Sprachbarrieren sind mit
Sicherheit in der Regel da; die engl-sprachigen abstracts koennen aber helfen.
Die Ergebnisse Ihrer Untersuchung zeigen, dass eine Verlinkung (inkl. Verfuegbarkeitspruefung) auch
aus anderen Systemen absolut notwendig sind, und bei Nationallizenzen - auch wenn es sich um
chin-sprachige handelt, muesste dies auch passieren.

Wir hoffen, dass wir bald zusammen mit der TIB den CAJ-Server wieder in Deutschland anbieten koennen und
wurden uns freuen, wenn dann die Nutzung direkt ueber den von der TIB und der Staatsbibliothek zu Berlin
betriebenen und betreuten Server auch ueber SFX ansprechbar ist.
Schoenen Gruss
Matthias Kaun

Staatsbibliothek zu Berlin
Ostasienabteilung
http://ead.staatsbibliothek-berlin.de

http://crossasia.org




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